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Nachricht vom 15.05.2016 - 19:55 Uhr    

Urbacher Wald: Gladbach schlägt Schalke

Das Zusammentreffen rivalisierender Fußballfans in der Raststätte Urbacher Wald an der Autobahn A 3 endet mit einem Schädel-Hirntrauma und Knochenbruch. Der letzte Bundesligaspieltag fand eine unrühmliche Fortsetzung.

Urbach. Am Samstagabend, den 14. Mai gegen 20.40 Uhr kehrten nach Beendigung des letzten Spieltages der Fußballbundesliga, Fußballfans des Bundesligavereins Borussia Mönchengladbach in das Fastfood-Restaurant, auf der Tank-und Rastanlage Urbacher Wald, BAB 3 ein, um sich dort zu verpflegen.

Kurze Zeit später treffen diese im Restaurant auf ebenfalls auf der Rückreise befindliche Schalke-Fans. Im weiteren Verlauf müssen die beiden aus Mönchengladbach stammenden Täter, ein 64-jähriger Mann und dessen 33-jähriger Sohn, die Schalkefans verbal beleidigt und in der Folge auch körperlich angegriffen haben.

Durch Ermittlungen der Polizei konnte ein möglicher Tatablauf rekonstruiert werden, in dessen Verlauf der 33-jährige Gladbachfan dem 19-jährigen Schalkefan aus Bochum eine Kopfnuss verpasste. Sein Vater unterstützte ihn dabei in der Art, dass er den Heranwachsenden in den Schwitzkasten nahm.

Zwei der vier Schalkefans attackierten dann den 64-jährigen Mann aus Mönchengladbach mit mehreren Tritten gegen den Kopf, ließen diesen blutend auf dem Boden liegend zurück und flüchteten mit ihrem PKW auf der Autobahn in Richtung Köln. Sie konnten aber später durch Kräfte der Autobahnpolizei auf dem Gelände des Autobahnparkplatzes bei Willroth angetroffen werden.

Bei den Schalkefans handelt es sich um drei männliche und eine weibliche Person aus dem Raum Gelsenkirchen. Die vier Fans sind zwischen 19 und 21 Jahre alt. Zwei von ihnen sind als Gewalttäter und Betäubungsmittelkonsumenten bereits kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten.

Durch die eingesetzten Beamten konnte festgestellt werden, dass der 64-jährige Mann aus Mönchengladbach zum Tatzeitpunkt eine Atemalkoholkonzentration von 1,86 Promille hatte. Zwei der Schalkefans standen offensichtlich unter dem Einfluss von THC, aber nicht unter Alkoholeinfluss.

Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurden der 64-jährige Vater und dessen Sohn durch Kräfte des DRK ins Krankenhaus gebracht.

Trotz eines Schädelhirntraumas beim 64-Jährigen und einem Bruch des Sprunggelenks seines Sohnes, entließen sich beide auf eigenen Wunsch und Gefahr aus dem Krankenhaus.

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