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Nachricht vom 14.01.2015 - 21:09 Uhr    

Willy-Brandt-Forum Unkel stellt Jahresprogramm vor

Um die Teilnahme am rheinland-pfälzischen Kultursommer und der „Anatomie des aufrechten Gangs“ dreht es sich unter anderem in diesem Jahr im Willy-Brandt-Forum in Unkel. Dessen Vorsitzender Christoph Charlier hat die Höhepunkte des diesjährigen Veranstaltungsprogramms und die neu überarbeitete Homepage vorgestellt.

Klaus Hopf präsentiert in Unkel seine Kunstaktion „Anatomie des aufrechten Gangs“. Foto: pr

Unkel. „Erstmalig sind wir im Kultursommer aufgenommen. Das freut uns natürlich sehr“, sagte Vorsitzender Charlier am Montag, 12. Januar, im Beisein seines Stellvertreters Rudolf Barth und Geschäftsführer Rudolf Rupperath. Deshalb greift das Willy-Brandt-Forum das Motto des diesjährigen Kultursommers, „Helden und Legenden“, auf und bringt es seinen Besuchern auf eigene Weise näher: In dem geplanten Projekt „Willy Brandt – Träumer und Realist“ beleuchtet das Forum Lebenswerk und Episoden aus dem Leben Brandts und sucht nach den Gründen für sein Charisma, für den Mythos Willy Brandt. „In dem Projekt kommen verschiedene Kunstsparten zum Ausdruck: Malerei, Theater, Literatur. Es thematisiert die großen Fragestellungen Freiheit und Unterdrückung, Revolution und Widerstand, Mythos und Lüge“, machte Charlier neugierig.

Eröffnet wird das diesjährige Veranstaltungsprogramm am 3. Februar mit der Lesung „Auch darüber wird Gras wachsen“ von Heli Ihlefeld. Mit Willy Brandt verband die Bonner Journalistin eine Freundschaft. In ihrem Buch hat sie Anekdoten und Hintergründiges festgehalten. Am 1. März lädt die Bürgerstiftung zu einer Matinée mit Violinistin Lara Weber ein. Das „Bruchhausener Lesetheater“ ist am 27. März zu Gast im Willy-Brandt-Forum und wird mit den Teilnehmern das Stück „Zeit der Schuldlosen“ von Siegfried Lenz lesen. Der Schriftsteller war Förderer des Willy-Brandt-Forums. Im Rahmen seiner Kunstaktion „Anatomie des aufrechten Gangs“ wird der in Plauen geborene Künstler Klaus Hopf (Nieder-Olm) den Multifunktionsraum des Willy-Brandt-Forums für eine Weile umgestalten.

„Als Mensch und Künstler“, sagte Hopf am Montag im Forum, „treiben mich die Prinzipien der Hoffnung und des aufrechten Gangs an. Es ist meine Hoffnung, dass sich Menschen nicht Ideologien, kommerziellen Zwängen oder dem Zeitgeist unterwerfen. Dass sie frei, selbstbestimmt und selbstkritisch denken und handeln. “Außer der Kunstaktion mit Vernissage am 29. Mai wünscht sich Hopf weitere Aktionen zu seiner vergänglichen Kunst gemeinsam mit Schülern aus Unkel. „Brigitte Seebacher ist sozusagen die Patrone des Forums. Ohne sie hätten wir die Einrichtung hier nicht realisieren können“, meinte Charlier und wies auf den geplanten Vortrag von Prof. Dr. Brigitte Seebacher am 12. Juni unter dem Titel „Nichts wird, wie es war“ hin.

Die Witwe Willy Brandts wird darüber berichten, wie ihr Mann die deutsche Einheit erlebte und wie er sie mit der säkularen Entwicklung der Globalisierung verband. Der Vorsitzende der Bürgerstiftung machte auch auf die Vernissage von Uwe Langnickel, „Stationen der Demokratie“, am 25. September aufmerksam: Der Dierdorfer Künstler zeigt dann einen Bilderzyklus, aber auch Skizzen und Entwürfe. Der 9. Oktober steht im Willy-Brandt-Forum ganz im Zeichen einer Lesung: Julia Encke, die für den Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung schreibt, liest dann aus ihrem Buch „Charisma und Politik.

Warum unsere Gesellschaft mehr Leidenschaft braucht“. Mit dem Theatergastspiel „Willy 100 – Im Zweifel für die Freiheit“ des Regisseurs Johann Jakob Wurster will das Forum sein Jahresprogramm abrunden, der genaue Termin steht noch nicht fest. Termine und Uhrzeiten sowie die Öffnungszeiten des Willy-Brandt-Forums können auf der jüngst überarbeiteten Homepage des Forums nachgelesen werden: www.willy-brandt-forum.com. Simone Schwamborn


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