Werbung

Nachricht vom 10.03.2013 - 15:28 Uhr    

Gegenwind aus NRW für den Windpark Asberg

Zu der Planung eines Windparks am Asberg in der Verbandsgemeinde Unkel meldet sich jetzt auch die Kreisgruppe Rhein-Sieg-Kreis des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) aus Nordrhein-Westfalen zu Wort. Ihr Sprecher Achim Baumgartner hat in einem Schreiben an den Verbandsgemeindebürgermeister von Unkel, Karsten Fehr, an die Existenz des Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebietes Siebengebirge DE-5309-301 auf nordrhein-westfälischem Gebiet erinnert.

Nichts gegen Windparks, sagen Umweltschützer aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Aber man müsse geeignete von ungeeigneten Standorten unterscheiden können. Den Asberg in der Verbandsgemeinde Unkel halten sie für ungeeignet.

Würde das FFH-Gebiet -wie gesetzlich vorgeschrieben - bei der Planung berücksichtigt, sei der Windpark an dieser Stelle unzulässig, sagt Achim Baumgartner. Er bekräftigt damit die Kritik des Landrates des Rhein-Sieg-Kreises Frithjof Kühn an dem Windparkprojekt der Verbandsgemeinde Unkel. Die Erinnerung an das europaweit bedeutende Schutzgebiet in NRW sei offenbar notwendig, denn bisher fehle das FFH-Gebiet in der FFH-Vorprüfung zum geplanten Windpark am Asberg.

Das FFH-Gebiet Siebengebirge habe nach dem Bundesnaturschutzgesetz einen umfassenden Umgebungsschutz. Dieser müsse als „durchschlagendes Argument“ gegen den auf dem Asberg geplanten Windpark beachtet werden. Nach Ansicht des BUND ist daher auf Grund der spezifischen Schutzgüter wie dem Schwarzstorch mit Windkraftanlagen ein Mindestabstand von wenigstens drei Kilometer zum FFH-Gebiet Siebengebirge einzuhalten. Anders seien die Schutzgüter des FFH-Gebietes nicht zu sichern bzw. dauerhaft zu entwickeln.

Der besondere Status des Gebietes als für Nordrhein-Westfalen zentraler Überwinterungsort für das Große Mausohr müsse dabei ebenfalls ernsthaft berücksichtigt werden.

Der BUND im Rhein-Sieg-Kreis unterstützt laut Aussage von Achim Baumgarten den Ausbau der Windenergie. Wenn es aber nicht gelänge, geeignete von ungeeigneten Standorten zu unterscheiden, würde dadurch die Windkraftnutzung insgesamt in Verruf geraten. Kopflose bzw. unzulässige Planungen hülfen dem Energiewandel nicht weiter, sondern erwiesen ihm lediglich einen Bärendienst, indem sie dessen Akzeptanz minderten.


Kommentare zu: Gegenwind aus NRW für den Windpark Asberg

1 Kommentar

Wer stoppt endlich diese Umweltverbrecher, denen es nur um das Absahnen von Profiten geht. Eine der schönsten Landschaften Deutschlands würde unweigerlich zerstört. Wieviel Korruption ist da wieder im Spiel ?!?. Windkraft ja, aber bitte in verträglicher Umgebung.
#1 von Ralph Vetter, am 18.03.2013 um 18:04 Uhr

Aktuelle Artikel aus der Region


Jetzt zum Bauernmarkt in Meinborn anmelden

Meinborn. Wie in den Vorjahren ist es auch dieses Jahr das Ziel des Bauernmarktes, selbsterzeugte und selbstgefertigte Produkte ...

Seniorenbeirat war zu Gast in Altentagesstätte Heimbach-Weis

Neuwied. Nun besuchten einige Mitglieder der Arbeitsgruppe Kultur und Soziales des Seniorenbeirates auf Einladung von Beate ...

NABU-Workshop zum Gemüseanbau im Hochbeet

Anhausen. Bereits im März hatten die zehn Kitas Hochbeete für die gärtnerische und gartenpädagogische Arbeit erhalten. In ...

Das Damwild in Leutesdorf wurde von einem Wolf gerissen

Leutesdorf. Nun ist es amtlich. Das getötete tragende Damtier wurde wahrscheinlich in der Nacht vom 16. auf den 17. März ...

Auf den Spuren der Globalisierung in Linz

Linz. Für den rund zweieinhalbstündigen Streifzug hatten die Grünen die Referentin Nora Rütten vom Projekt „Kölle Global“ ...

Senioreneinrichtung "Haus am Linzer Berg" feierte

Linz. Die Einrichtungsleitung Heike Wloch eröffnete das Fest begrüßte Bewohner, Besucher und Mitarbeiter und bedankte sich ...

Weitere Artikel


Wiedtal-Ultra-Trail schickt Läufer auf 65 Kilometer Strecke

Die meisten Teilnehmer sind in der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung (DUV) organisiert und reisen aus Nordrhein-Westfalen ...

Gelungener Start der SG Ellingen ins Fußballjahr 2013

Asbach/Ellingen. Der TuS Asbach war der erwartet starke und unbequeme Gegner. Nach einem Eckball in der 11. Minute konnte ...

Eine kleine Weltreise in Berlin

„Vom 7. bis zum 8. März konnte ich eine kleine Weltreise in Berlin unternehmen, denn hier hatte sich die Welt versammelt. ...

„String of Pearls“ begeisterten in Hachenburg

Hachenburg. Am gestrigen Samstagabend (9.3.) kam das Hachenburger Publikum endlich in den Genuss, die vier glamourösen Damen ...

„Lebensmittelverschwendung“ - Teller oder Tonne?

Neuwied. Vermeidbare Lebensmittelabfälle sind eine Herausforderung, die alle angeht. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen ...

Asberg: Umweltschützer kritisieren Vorgehen der Kommune

Am Asberg startet zur Zeit der NABU Rheinland-Pfalz das vom Bundesamt für Naturschutz geförderte Projekt „Stärkung und Vernetzung ...

Werbung