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Oberdreiser Solarpark jetzt offiziell in Betrieb

Produziert Strom für 750 Vierpersonenhaushalte – Ortsgemeinde mit 23 Prozent beteiligt

Oberdreis. Am Samstag (4. 2.) wurde der Solarpark Oberdreis offiziell eingeweiht. Aus Mainz war die Staatsministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, Eveline Lemke, angereist. Sie war voll des Lobes über das Engagement der Ortsgemeinde Oberdreis in Sachen Energiewende. „Die Ortsgemeinde ist auf einem sehr guten Weg. Gehen sie den Weg mit ihren Räten weiter. Die Bürger und die Umwelt werden es ihnen danken“, meinte die Staatsministerin Lemke in ihrer Rede.
Oberdreiser Solarpark jetzt offiziell in Betrieb

12.240 Module liefern Strom für 750 Vierpersonenhaushalte. Fotos: Wolfgang Tischler und Ralf Steube

Der Oberdreiser Ortsbürgermeister Dieter Klein-Ventur gab bei seiner Begrüßung einen Abriss, wie es zu dem Solarpark gekommen ist. Die jetzige Fläche war in den letzten 150 Jahren einer wechselnden Nutzung ausgesetzt. Bis 1860 gab es an dieser Stelle Wald, dann wurde bis ins Jahr 1999 Ton abgebaut und in der nahe gelegenen Tonzeche verarbeitet.

Vor 13 Jahren beschloss der Gemeinderat von Oberdreis dann die notwendige Verfüllung der Tongrube in eigener Regie vorzunehmen und gründete einen Eigenbetrieb. Nach der Verfüllung war ursprünglich eine Wiederaufforstung vorgesehen. Aber es kam anders.

Vor fünf Jahren wollte ein Unternehmen auf dieser Fläche Windräder errichten. Dieses Vorhaben schlug in der Gemeinde sehr hohe Wellen und eine Bürgerinitiative formierte sich. Schließlich fiel 2010 nach langen Diskussionen und Abwägungen der Entschluss einen Solarpark zu bauen, an dem sich die Gemeinde Oberdreis beteiligte.

Dieter Klein-Ventur fasste es so zusammen: „Politik, Verwaltung und Unternehmen haben die Kräfte gebündelt und ein gutes Ergebnis erzielt.“ Die Ortsgemeinde konnte sich nach vielen Mühen und Gesprächen letztendlich an dem Solarpark mit zwei Millionen Euro beteiligen, was etwa 23 Prozent des Wertes entspricht.

Verbandsbürgermeister Wolfgang Kunz erinnerte sich noch gut an die schwierigen Gespräche und dankte dem anwesenden Landrat Rainer Kaul, mit dessen Hilfe die Beteiligung der Gemeinde gelang.

„Ich denke, dass es unter heutigen Voraussetzungen kein großes Problem mehr wäre, als Ortsgemeinde eine Beteiligung zu zeichnen. Es geht nicht nur darum, wirtschaftliche Erfolge zu erzielen, sondern auch Verantwortung für die eigene Energiegewinnung und Energieversorgung zu übernehmen“, mahnte Ortsbürgermeister Klein-Ventur an.

Christian Rautenberg von der Firma Sybac Solar GmbH gab den Anwesenden einen Abriss über die Leistungsfähigkeit des Solarparks. Auf einer Fläche von rund sechs Hektar wurden insgesamt 12.240 Module installiert. Die Anlage ist in der Lage den Energiebedarf 750 Vierpersonenhaushalten zu decken. „So hat die Anlage zum Beispiel am ersten Februar diesen Jahres eine Leistung von 10.477 Kilowatt produziert“, gab Christian Rautenberg bekannt.

Die Ministerin Eveline Lemke möchte gerne andere Bürgermeister aus dem Land nach Oberdreis schicken, damit sie die Details der Anlage und deren Entstehung kennen lernen. Oberdreis sei ein sehr gutes Beispiel. Wolfgang Kunz griff dies auf und meinte: „Die Gemeinde hat einen Meilenstein gesetzt. Andere Gemeinden werden folgen, da bin ich mir sicher.“ Wolfgang Tischler
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