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Viele Unfälle auf der L 255 - Bei Regen nur noch Tempo 30 erlaubt

Im Sommer soll die Straße zwischen Oberplag und Asbach baulich verbessert werden – Ab sofort schärfere Kontrollen

Asbach. Auf einem Teilstück der L 255 im Bereich von Asbach-Straßen wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit bei Nässe auf 30 Stundenkilometer reduziert. Das teilen in einer gemeinsamen Erklärung der Landesbetrieb Mobilität, die Kreisverwaltung Neuwied, die Ortspolizeibehörde Asbach und die Polizeiinspektion Straßenhaus mit.
Viele Unfälle auf der L 255 - Bei Regen nur noch Tempo 30 erlaubt

Im Sommer soll die L255 zwischen Oberplag (Vordergrund) und Asbach (Bildmitte) baulich verbessert werden. Foto: Google Earth

Der Grund für die drastische Tempobeschränkung ist eine signifikante Steigerung der Verkehrsunfälle auf dieser Strecke, die jetzt erstmals als Unfallhäufungsstelle klassifiziert wurde.

In dem kurzen Zeitraum vom 6. Dezember 2011 bis 9. Januar 2012 wurden hier sechs Unfälle registriert, überwiegend bei nasser Fahrbahn, davon drei mit Personenschaden. Hauptunfallursache: nicht angepasste Geschwindigkeit.

Zunächst wurde deshalb die zulässige Höchstgeschwindigkeit mittels Verkehrszeichen auf 50 km/h begrenzt. Weil danach immer noch Verkehrsunfälle registriert wurden, beschlossen die Vertreter der Unfallkommission (Landesbetrieb Mobilität, Kreisverwaltung Neuwied, Ortspolizeibehörde Asbach und Polizeiinspektion Straßenhaus) einvernehmlich als Sofortmaßnahme die Geschwindigkeit nochmals auf nun 30 km/h bei Nässe im Kurvenbereich zu reduzieren.

Unmittelbar vor der betreffenden Kurve gelten 50 km/h als zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Geschwindigkeitsmessungen der Polizeiinspektion Straßenhaus in den zurückliegenden Wochen ergaben, dass in dem betreffenden Teilstück wesentlich schneller gefahren wird. Spitzenreiter bei einer Lasermessung war ein Autofahrer mit 87 Stundenkilometer.

Im Rahmen dieser Kontrollen wurden die Fahrzeugführer in Gesprächen für den Sinn und Zweck dieser Geschwindigkeitsreduzierung sensibilisiert. Gebührenpflichtige Verwarnungen oder Anzeigen im Hinblick auf Geschwindigkeitsverstöße wurden keine gefertigt. Diese Aktionen fanden bei den kontrollierten Verkehrsteilnehmern ein positives Echo. Nach der Durchführung dieser Messungen kam es bislang auch zu keinen weiteren Verkehrsunfällen.

Nach Auskunft des Landesbetriebes Mobilität ist eine bauliche Verbesserung des Straßenabschnittes der L 255 zwischen Ortsgrenze Oberplag und Asbach für den Sommer dieses Jahres vorgesehen.

In den kommenden Wochen werden weitere Geschwindigkeitskontrollen in diesem Bereich durchgeführt. Doch dann werden uneinsichtige Verkehrsteilnehmer zur Kasse gebeten. Bei erheblichen Überschreitungen können auch Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot die Folge sein. Die Polizei appelliert an die Einsicht der Verkehrsteilnehmer.

Interessante Unternehmen und Dienstleister aus dem Westerwaldkreis finden Sie in unserem Branchenbuch.

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