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Im Kreis Neuwied erhalten die Mülltonnen einen Chip

Dadurch sollen illegale Tonnen entdeckt werden - Mengenabhängige Gebühr nicht geplant

Neuwied. Im Laufe des Jahres sollen alle Mülltonnen im Kreis Neuwied mit einem Chip ausgerüstet werden. Der Chip dient dazu eine bessere Kontrolle im Abfallbereich zu erreichen. Diese Kontrolle war bisher nicht möglich und deshalb investiert der Kreis hierin auch einen Betrag von 67.000 Euro.
Im Kreis Neuwied erhalten die Mülltonnen einen Chip

Mit einem Chip wird künftig im Kreis Neuwied der Gebrauch von Mülltonnen stärker kontrolliert. Foto: Thomas Siepmann/pixelio.de

Dass diese Investition sich rechnet, davon ist der zuständige erste Beigeordnete des Kreises, Achim Hallerbach, voll überzeugt und führt dazu aus: „Wir können damit säumige Zahler aussteuern und vermeiden, dass illegale Mülltonnen mit geleert werden. Findige Bürger haben sich in der Vergangenheit immer wieder Mülltonnen besorgt, die nicht angemeldet waren.“

Durch den Chip wird am Fahrzeug erkannt, dass die Mülltonnen zu Recht entleert werden. Ferner kann durch das GPS-System auf den Müllfahrzeugen genau festgestellt werden, wie viele Tonnen in einzelnen Straßen geleert wurden. Somit können Reklamationen über nicht geleerte Tonnen direkt als korrekt erkannt werden, ohne dass ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung hinfahren muss.

Auch passiert es immer wieder, dass Tonnen im Müllfahrzeug verschwinden. Meist ist Materialermüdung im Laufe der Jahre dafür verantwortlich. Durch den Chip ist eine direkte Zuordnung möglich.

Zwar kann der Chip nicht die Mengen und die Zusammensetzung, die sich in einer Mülltonne befindet, erfassen, aber trotzdem ist hier ein Controlling möglich. Achim Hallerbach erläutert: „Es gibt aufgrund jahrelanger Erfahrung durchschnittswerte der Mengen in den Mülltonnen. Wir wissen ab 2013 genau wie viele Mülltonnen geleert wurden und welche Müllmenge auf der Waage in der Deponie ankommen müsste. Damit haben wir eine recht gutes Kontrollinstrument gegenüber den Entsorgern.“

Gerade bei den Wertstoffen verdient der Kreis Neuwied Geld, was den Bürgern im Kreis in Form niedriger Müllgebühren zu Gute kommt. „Es kann durchaus verlockend sein, hier die eine oder andere Tonne selbst zu vermarkten“, ist die Meinung im Kreishaus.

Eine ganz klare Botschaft kam auch vom Umweltausschuss des Kreises: Dort wurde einstimmig beschlossen, dass es eine mengenmäßige oder gewichtsabhängige Gebühr im Kreis Neuwied nicht geben wird. Auch der kundenfreundliche Service beim Sperrmüll oder Grünschnitt wird nicht angetastet. Hier gibt es im Kreis Neuwied über das Jahr gesehen keine Mengenbeschränkung. Wolfgang Tischler

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