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Schützen regierten heute in den Straßen von Raubach

Festzug mit neun befreundeten Abordnungen und Königsparade auf dem „Schmiddeplatz“ – Montag Königsschießen, abends Proklamation

Raubach. Heute gehörten die Straßen in Raubach den Schützen. Die Durchgangsstraße nach Puderbach und Dierdorf, an der Gaststätte Franzmann und dem Raiffeisen-Handel vorbei, war um 14 komplett gesperrt. Hier sammelten sich die Abordnungen der Schützenvereine für den großen Umzug durch den Ort.
Schützen regierten heute in den Straßen von Raubach

Am zentralen "Schmiddeplatz" in Raubach defilierten die Schützenabordnungen an den Majestäten vorbei. Fotos: Holger Kern

Es marschierten mit die in festliche Uniformen gekleideten Abordnungen aus: Altenkirchen, Michelbach, Maulsbach, Orfgen und Döttesfeld für den Schützenkreis Altenkirchen. Aus dem Neuwieder Schützenkreis waren vertreten: Feldkirchen, Niederbieber, Oberbieber, Giershofen und natürlich die Raubacher Schützen. Knapp 200 Zuschauer hatten sich an den Straßenrändern postiert, unter ihnen der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel und der Puderbacher Verbandsgemeinde-Bürgermeister Wolfgang Kunz.

Für den richtigen Marschtakt sorgten der Musikverein Siershahn, der Spielmannszug Heimbach-Weis und der Spielmannszug Kleinmaischeid. Der Umzug führte von der Schefferstraße in die Harschbacher und über den „Schmiddeplatz“ in die Brechhofer Straße. Hier ging es in einer Schleife zum „Schmiddeplatz“ zurück, wo die Schützen an den aktuellen Majestäten vorbeimarschierten. Morgen, am Montag (1.8.) wird am frühen Nachmittag der neue Schützenkönig feststehen.

Im Zelt herrschte auch gestern Nachmittag nach der Schützenparade wieder dichtes Gedränge, wie an den beiden vorherigen Tagen (und Nächten) auch. Erwin Hoffmann, der Sprecher der Raubacher Schützengesellschaft, war mit dem bisherigen Verlauf des Festes hochzufrieden: „Am Freitag spielte eine Liveband, Tooltime. Da hatten wir überwiegend junges Publikum von 16 bis 35. Samstagabend hatten wir Discomusik aus den achtziger Jahren und auf der Bühne liefen die passenden Musikvideos dazu. Das ist richtig gut angekommen. Es wurde viel getanzt.“

Eine Besonderheit ist dem engagierten Schützenvereinsmitglied in Erinnerung geblieben: „Es waren auffallend viele weibliche Gäste zwischen 30 und 40 da. Ich bin schon gefragt worden, ob wir in Raubach einen Frauenüberschuss haben.“ Auch das Feuerwerk am Samstagabend lief reibungslos über die Bühne. Der Wettergott hatte – wie auch beim Umzug am Sonntag – ein Einsehen und verschonte das Fest von Regen.

Als gelungen bezeichnet Erwin Hoffmann auch die besondere Einladung der Sponsoren der Veranstaltung zum Abendessen am Samstag. In einem separaten Zelt neben dem großen Festzelt bedankte sich der Schützenverein bei rund 70 Unternehmen der Region für jahrelange treue Unterstützung des Schützenfestes und der Vereinsarbeit. Hoffmann mit einem Augenzwinkern: „Die sind natürlich nach dem Abendessen alle geblieben und haben noch kräftig für Umsatz gesorgt!“

Die weiteste Anreise zum Raubacher Schützenfest hatte die Gesellschaft „1. von Hindenburg“ aus Düsseldorf. Sie sind schon Stammgäste im Westerwald. Ein Mitglied der Raubacher Schützen, Dieter Körfer, ist gebürtiger Düsseldorfer und hat den Kontakt zu den Kameraden seiner alten Heimat hergestellt.

Dem feierlichen Umzug am Nachmittag war morgens die Ehrung von Schützen für besondere Verdienste vorausgegangen:
Silberne Vereinsnadel (25 Jahre Mitgliedschaft): Jürgen Schmidt, Axel Zimmermann und Jutta Hoffmann.
Urkunde und Ehrennadel (60 Jahre): Siegfried Neeb.
Für die Teilnahme an der Landesmeisterschaft wurden ausgezeichnet: Raimund Adams, Sven Jannick Broszeit, Elias Girhard, Michael Adams, Erika Molle, Peter-Georg Schmitt und Josef Bayer.
Die Bronzene Verdienstnadel des Rheinischen Schützenbundes bekam Dennis Kambeck, die Silberne Verdienstnadel Hendrick Hoffmann.
Für besondere „stille ehrenamtliche Mitarbeit“ wurde Adrian Becker ausgezeichnet. Erwin Hoffmann: „Ein junger Mann, der bei der Gewerbeschau in Puderbach das Bogenschießen durchgeführt hat!“
Die Verdienstspange in Bronze des Rheinischen Schützenbundes bekam Martin Enders, die Präsidentenmedaille Sigried Neeb.
Mit der silbernen Verdienstnadel des Sportbunds Rheinland wurden Hans-Jörg Hoffmann und Raimund Adams geehrt, für besondere Verdienste erhielt Martin Enders eine Auszeichnung.

Das Königsschießen auf dem Schützenplatz beginnt am Montagmorgen um 9.30 Uhr. Ab 10 Uhr spielt der Musikverein Siershahn im Zelt. Um 13 Uhr beginnt das Prinzenschießen, um 19 Uhr wird der neue Schützenkönig zu Hause abgeholt und ins Festzelt begleitet, wo um 20 Uhr die Königsproklamation mit anschließendem Großen Zapfenstreich stattfindet. Ab 21 Uhr spielt die Band „Winnie Cooper“. Holger Kern
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